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Bericht

Wasser – Quelle des Lebens und eine gefährdete Ressource

3. Filmfest Gleis 1 am 18. April 2026

Der Zugang zu sauberem, sicherem und bezahlbarem Wasser ist ein Menschenrecht. Denn ohne Wasser ist kein Leben vorstellbar, nicht nur für uns Menschen. Dem Schutz unserer Wasserressourcen kommt daher eine besondere Bedeutung zu, inbesondere weil diese Wasserressourcen zunehmend von der fortschreitenden Klimakrise und den wirtschaftlichen Interessen meist von Großkonzernen bedroht sind.

Die drei Filme unseres diesjährigen kleinen Filmfestes zeigten die Bedrohung auf, die Anfang des Jahres ein Bericht des Instituts der Universität der Vereinten Nationen für Wasser, Umwelt und Gesundheit nicht mehr nur als vorübergehende Wasserkrise, sondern als drohenden „globalen Wasserbankrott“ bezeichnete. Siehe hier.

Das war unser Filmprogramm:

BOTTLED LIFE – Nestlés Geschäfte mit dem Wasser
Dokumentarfilm – Schweiz/Deutschland 2012 – 90 min.
Wem gehört das Wasser? Hierzulande müssen wir nur den Hahn aufdrehen und verfügen jederzeit über bestes Trinkwasser. Warum zahlen wir dennoch viel Geld für Flaschenwasser?
„Bottled Life“ deckt auf, wie Konzerne den Menschen Wasser als teures Lifestyleprodukt verkaufen, indem sie sich weltweit den Zugriff auf wertvolle Quellen sichern.
Journalist Res Gehriger verfolgt die Spur von Nestlé und lässt uns tief blicken in die Strategien eines der mächtigsten Akteure im Milliardengeschäft mit dem Flaschenwasser.

LAND AM WASSER
Dokumentarfilm – Deutschland 2015 – 85 min.
Im Jahr 2003 recherchierte der Leipziger Regisseur Tom Lemke im südlichen Sachsen-Anhalt. Östlich von Hohenmölsen, dort wo der Tagebau Profen seit Jahrzehnten die Landschaft und das Leben der Menschen dominierte, lernte er drei Männer kennen, Silvio, Dieter und Norbert. Sie alle lebten in Orten, die es eigentlich nicht mehr gab. Grunau, Domsen, Großgrimma. Die Dörfer wurden Ende der 1990er Jahre von ihren Bewohnern verlassen. Nur die drei sind geblieben und harrten der Dinge, die da in Form der Tagebaubagger kommen sollten.
Aus den ersten Interviews 2003 ist eine Langzeitbeobachtung geworden. Tom Lemke hielt den Kontakt zu den drei Männern und fuhr immer wieder zu ihnen. Mit seinem Kameramann Mathias Schulze fing er den langsamen Abschied ein. Mit den Jahren wurde immer klarer, dass das Leben dort eine Ende haben wird.
Aus der Langzeitbeobachtung, die bis ins Jahr 2014 hineinreichte, entstand der Dokumentarfilm „Land am Wasser“.

MICHA DENKT GROSS
Komödie – Deutschland 2024 – 89 min.
Es ist ein heißer, trockener Sommer in Klein-Schappleben. Selfmade-Unternehmer Micha kehrt aus Berlin in das kleine Dorf seiner Kindheit nach Sachsen-Anhalt zurück. Im Gepäck hat der Game-Designer eine Idee, mehr noch: Eine Vision! Denn Micha denkt groß: Aus dem maroden ehemaligen Hotel seiner Eltern will er ein Luxushotel mit Wellness-Oase für gestresste Großstädter machen. Die zerstrittene Dorfgemeinschaft ist skeptisch, was Michas Vorstellungen in Bezug auf ihre Beteiligung an diesem waghalsigen Projekt angeht: Lediglich Michas Schulfreundin Tina und seine Partnerin Jenny lassen sich darauf ein, Michas ehrgeizigen Pläne weiterzuverfolgen.
Die anhaltende Hitze, das versiegende Grundwasser und die mit Genuss verbreiteten Verschwörungstheorien des pensionierten Lehrers Bernd Schlüter tun das ihrige. Am Ende liegt das ganze Dorf auf dem Trockenen – und die Bewohnerinnen und Bewohner müssen lernen, dass sich die Zukunft von Klein-Schappleben nur gemeinsam gestalten lässt.