Die Buchholzer CDU-Fraktion im Rat der Stadt Buchholz i.d.N. hat am 03.09.2025 den Antrag gestellt, im Ortsteil Holm-Seppensen für ein Gebiet am Meyerschen Weg einen Bebauungsplan aufzustellen. Sie möchte damit zwischen Hackelersberg und Lindenweg auf einer Fläche von insgesamt 7,8 ha ein neues Wohngebiet schaffen (siehe Ratsvorlage VO 21-26/0859). Unterzeichnet wurde der Antrag vom Fraktionsvorsitzenden Stefan Menk, dem Ortsbürgermeister von Holm-Seppensen Bernhard Unger sowie dem Landtagsabgeordneten Jan Bauer.
Die Buchholzer Umweltverbände wenden sich gemeinsam vehement gegen diesen Antrag. Denn bei der vorgesehenen Fläche handelt es sich aktuell um Wald! Es gibt insbesondere folgende Kritikpunkte:
Die Umsetzung der Planung würde die Zerstörung einer ca. 15 Fußballfelder großen und über viele Jahrzehnte gewachsenen Waldfläche bedeuten.
Joachim Sievers, Vorsitzender des NABU Buchholz i.d.N.
Angesichts des Artensterbens unter Tieren und Pflanzen muss verantwortungsvolle Politik naturnahe Räume schützen und nicht vernichten.
Elisabeth Bischoff, Vorsitzende des BUND Regionalverbands Elbe-Heide
Wie kann man angesichts der fortschreitenden Erderhitzung und dringend nötiger Klimaschutzmaßnahmen auf die Idee kommen, eine Waldfläche – noch dazu dieser Größe – zu zerstören?
Dr. Minnegard Holtermann, Sprecherin Greenpeace Buchholz
Die vorgesehene Fläche wurde in den 2006 erstellten B-Plänen Hackelersberg-Ferienheim und Am Hügel-Lindenweg sicher mit guten Gründen als Wald festgesetzt. Im CDU-Antrag finden sich keine spezifischen Argumente, die eine Änderung rechtfertigen. Außerdem würde ein so zentrumsfernes Wohngebiet viel Autoverkehr verursachen.
Bernd Wenzel, Vorstand Naturfreunde Nordheide
Wie verträgt sich dieser Antrag mit dem Buchholzer Ziel, bis 2035 klimaneutral zu sein? Was in Buchholz wirklich gebraucht wird, sind bezahlbare Wohnungen in Zentrumsnähe, besonders für ältere Menschen.
Alexa Vetter, Vorständin BuchholzZero
Die Buchholzer Umweltverbände werden sich mit allen ihren Möglichkeiten gemeinsam für den Erhalt der genannten Waldfläche einsetzen und hoffen dabei auf Unterstützung vieler Buchholzer Bürgerinnen und Bürger.
Der Antrag wird am 12.11.2025 im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität beraten. Die Sitzung findet ab 18:30 Uhr in der Kantine des Buchholzer Rathauses (Rathausplatz 1) statt und ist öffentlich.
Ergänzung nach der Ausschusssitzung vom 12.11.2025:
Da der Antrag noch nicht im Ortsrat behandelt und beraten werden konnte, wird er vorerst zurückgestellt, bis dessen Votum vorliegt.
Online-Bericht der Landeszeitung für die Nordheide vom 10.11.2025
