Im Januar veröffentlichte das Institut der Universität der Vereinten Nationen für Wasser, Umwelt und Gesundheit ihren Bericht Globaler Wasserbankrott und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: wir müssen global einen unumkehrbaren Verlust von Süßwasserreserven verzeichnen.
Der Bericht spricht davon, dass wir nicht mehr in einer vorübergehenden Wasserknappheit, einer Wasserkrise, stecken, sondern mittlerweile in einem globalen „Wasserbankrott“, einem dauerhaft anhaltenden Zustand, in dem der Verbrauch und die Verschmutzung von Wasser das erneuerbare Maß überschritten hat und in dem faktisch irreversible Schäden eine vollständige Wiederherstellung der ursprünglichen natürlichen Wasserversorgung unmöglich machen.
Wir verbrauchen und verschmutzen mehr Wasser, als durch erneuerbare Quellen wiederhergestellt werden können. Unumkehrbarkeit bedeutet, dass wir wichtige Wasserreserven dauerhaft zerstören könnten.
Kaveh Madani, Direktor des UNU-Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit
Wasser ist essentiell für alles Leben auf der Erde. Wenn Wassersysteme versagen, hat das unmittelbare Folgen auf uns Menschen: Ernten fallen aus, die menschliche Gesundheit leidet, Städte werden unbewohnbar, Menschen fliehen aus trockenen Regionen, Spannungen steigen und gefährden die Grundlage für Frieden und Stabilität. Die Folgen wären weitreichend, stehen in einem engen Zusammenhang zur Erderhitzung und gefährden das Wohlergehen der Menschheit.
Der Bericht verdeutlicht diese dramatische Situation um unsere Wasserressourcen und fordert die Weltengemeinschaft auf, wirksame Maßnahmen zum Schutz vor irreversiblen Schäden im Wassersystem zu ergreifen. Die internationale Dekade „Wasser für nachhaltige Zukunft“ endet in zwei Jahren. Bei den beiden anstehenden UN-Wasserkonferenzen 2026 (02-04.12.2026 in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Senegal) und 2028 besteht daher die Chance, das Thema Wasser in den Fokus der globalen Aufmerksamkeit zu rücken, um die Umsetzung notwendiger Maßnahmen zu beschleunigen, die weitere irreversible Schäden verhindern helfen.
Wir möchten daher in diesem Jahr das Thema Wasser auch bei BuchholzZero aufgreifen und planen dazu folgende Veranstaltungen:

Ausstellung „Alles im Fluss!? Wasser in der Krise“
September 2026 in der Stadtbücherei Buchholz
In der Ausstellung erklären wir Zusammenhänge von Klima- und Wasserkrise sowie des Wirtschaftens und der Verfügbarkeit bzw. der Verschmutzung unseres Wassers. Wir erläutern die Bedeutung natürlicher Wasserspeicher wie Wälder, Moore und Auen. Wir schauen auf Kommunen, die zentrale Akteur*innen bei Klimaanpassung und -schutz, aber auch beim regionalen Wassermanagement sind. Ein genauerer Blick auf Seen, Flüsse, Meere und unser Grundwasser bringt aktuelle Probleme zur Sprache, bietet aber zugleich Lösungsansätze und Handlungsmöglichkeiten.

Vortrag „Wasserressourcen im Zeichen des Klimawandels“
03.09.2026, 19 Uhr in der Kantine des Buchholzer Rathauses
Referent: Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Borchardt, TU Dresden,
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Der Klimawandel hat zunehmende Auswirkungen auf verschiedenste Lebens- und Wirtschaftsbereiche. Zudem ist mit einer Zunahme von Extremwetterereignissen mit einem erhöhten Risiko von Dürreperioden, gepaart mit Hitzewellen, wie in den Jahren 2003, 2018 bis 2020, und regionalen Starkregen, wie beim Hochwasser im Ahrtal 2021, zu rechnen. Bei einer weiter voranschreitenden globalen Erwärmung werden die Auswirkungen des Klimawandels auch auf den regionalen Wasserhaushalt noch gravierender. Gleichzeitig verändern sich die Wassernutzungen teilweise erheblich: z. B. zurückgehender Wasserbedarf bei der Kühlung von Kraftwerke und steigender Wasserbedarf in der Landwirtschaft. Deren Auswirkungen gilt es so zu begrenzen, dass gleichzeitig der Wasserkreislauf und der ökologische Zustand der Gewässern gesichert werden. Wasser- und Ressourcenmanagement stehen damit vor großen Herausforderungen. Wie daran derzeit gearbeitet wird, wird Herr Prof. Borchardt in seinem Vortrag darstellen.

Film „Micha denkt groß“
Filmkomödie von Lars Jessen und Jan Georg Schütte, D 2024
Wir haben die rechte, den film öffentlich aufzuführen angefragt. Der Termin des Filmscreenings steht daher noch nicht fest.
Der Berliner Unternehmer Micha kehrt während eines heißen Sommers in sein Heimatdorf Klein-Schappleben in Sachsen-Anhalt zurück. Dort möchte er aus dem ehemaligen Hotel seiner Eltern ein neues Luxushotel für Menschen aus der Großstadt machen. Doch die Dorfbewohner sind skeptisch und der Projektverlauf wird von der anhaltenden sommerlichen Trockenheit behindert. Am Ende müssen alle lernen, dass die Zukunft des Dorfes nur gemeinsam gestaltet werden kann.
